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München · Energie & Haushalt

Drei Geräte, 214 Euro im Jahr: Wie eine Familie ihre heimlichen Stromfresser fand

NB

Nina Bartsch

Veröffentlicht am 08.09.26 · Lesezeit 5 Min.

Die Jahresabrechnung kam im Februar, und sie war 340 Euro höher als erwartet. Familie Reinhardt aus München-Trudering wohnt zu viert in einem Reihenhaus, heizt mit Gas und hatte am Stromverbrauch nach eigener Einschätzung nichts geändert. Trotzdem standen am Ende gut 4.100 Kilowattstunden auf dem Papier.

Ehepaar in der Küche betrachtet zwei smarte Zwischenstecker mit Verbrauchsmessung
Zwei Zwischenstecker, zehn Minuten Aufwand: der Start der Messwoche.

Der Zähler sagt, wie viel. Er sagt nicht, wer.

Das Grundproblem kennt fast jeder Haushalt: Der Zähler im Keller liefert eine einzige Summe. Welches Gerät diese Summe verursacht, bleibt Ratesache. Und beim Raten liegen die meisten daneben. Verdächtigt werden Fernseher, Router und Licht – tatsächlich verstecken sich die teuren Posten oft in Geräten, die nie jemand ausschaltet.

Zur Einordnung: Bei einem Arbeitspreis von rund 35 Cent je Kilowattstunde kostet eine Dauerlast von nur 20 Watt etwa 61 Euro im Jahr. Ein alter Kühlschrank mit 150 Watt Durchschnittslast im Betrieb kommt schnell auf das Vierfache.

Frau am Esstisch prüft ihre Stromabrechnung neben einem Laptop
Die Abrechnung zeigt eine Summe – nicht die Ursache.

Messen statt schätzen: eine Woche, sechs Steckdosen

Statt pauschal zu sparen, entschied sich die Familie fürs Messen. Zwischen Gerät und Wandsteckdose kam jeweils ein smarter Zwischenstecker mit integrierter Verbrauchsmessung. Solche Stecker registrieren Leistung in Watt, rechnen sie über die Zeit in Kilowattstunden um und schicken die Werte per WLAN an eine App. Aufwand pro Gerät: unter einer Minute, ohne Elektriker, ohne Eingriff in die Installation.

Weißer smarter Zwischenstecker in einer Wandsteckdose mit leuchtender Statusanzeige
Der Zwischenstecker sitzt zwischen Wandsteckdose und Gerät und misst mit.

Nach sieben Tagen lagen erstmals Zahlen statt Vermutungen vor. Die Auswertung in der App sortiert die Geräte nach Verbrauch – und genau diese Rangliste war die Überraschung.

Smartphone zeigt eine Verbrauchsübersicht mit Wattwerten einzelner Haushaltsgeräte
Live-Leistung, Tagesverlauf und Rangliste der Geräte in einer Ansicht.

Platz eins stand im Keller

Die alte Gefriertruhe, Baujahr Ende der Neunziger, zog im Wochenmittel deutlich mehr als der moderne Kühlschrank in der Küche – die Dichtung war porös, der Kompressor lief in kurzen Abständen nach. Hochgerechnet rund 118 Euro im Jahr allein für ein Gerät, das halb leer war.

Alte Gefriertruhe und älterer Kühlschrank in einem Kellerraum
Selten geöffnet, nie hinterfragt: der teuerste Dauerläufer im Haus.

Summe der drei Posten: rund 214 Euro pro Jahr. Nichts davon war Verzicht, alles davon war vorher unsichtbar.

Was solche Messsteckdosen können – und was nicht

Verbrauch in Watt und kWh

Live-Leistung, Tages-, Wochen- und Monatswerte pro Gerät statt einer Hausnummer vom Zähler.

Stromfresser-Ranking

Die App sortiert alle gemessenen Geräte nach Verbrauch – so ist sofort klar, wo sich Handeln lohnt.

Zeitpläne und Automatik

Geräte lassen sich nachts oder bei Abwesenheit komplett trennen, statt sie im Standby laufen zu lassen.

Grenzen

Fest verdrahtete Geräte wie Herd oder Durchlauferhitzer lassen sich mit Zwischensteckern nicht messen; dafür gibt es Zählermodule.

Worauf man beim Kauf achten sollte

  1. 1. Echte Messung, nicht nur Schalten. Viele günstige Stecker schalten nur. Für die Fehlersuche braucht es eine integrierte Leistungsmessung.
  2. 2. Belastbarkeit prüfen. Für Waschmaschine oder Heizlüfter sind 16 A (rund 3.500 Watt) sinnvoll.
  3. 3. Lokale Steuerung. Modelle, die auch ohne Cloud im eigenen WLAN funktionieren, bleiben nutzbar, wenn ein Dienst einmal ausfällt.
  4. 4. Kompatibilität. Achten Sie auf die Systeme, die Sie ohnehin nutzen (z. B. Sprachassistenten oder Matter).

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Häufige Fragen

Lohnt sich das auch in einer kleinen Wohnung?

Ja. Meist reichen zwei bis drei Stecker, die man nacheinander an verschiedene Geräte hängt. Nach je einer Woche pro Gerät hat man ein realistisches Bild.

Wie genau messen solche Stecker?

Für die Haushaltsanalyse genügend genau; sie sind aber keine geeichten Messgeräte und dürfen nicht zur Abrechnung mit Mietern verwendet werden.

Verbrauchen die Stecker selbst Strom?

Ja, typischerweise unter einem Watt. Das ist im Vergleich zu den gefundenen Einsparungen vernachlässigbar.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um Werbung. Genannte Beträge sind Beispielrechnungen auf Basis eines Arbeitspreises von 35 Cent/kWh und können im Einzelfall abweichen.